Charlottenburg (Deutschland)

Die Bezirke Charlottenburg und Wilmersdorf entstanden 1920 aus den Städten Charlottenburg und Wilmersdorf und einigen kleineren Umlandgemeinden. In dieser Zeit erlebte „Berlin W“ als westliche City Berlins rund um den Kurfürstendamm in Charlottenburg und Wilmersdorf als international berühmte Flaniermeile ihren vorläufigen Höhepunkt: Moderne Kinos, Theater, Kabarettbühnen, Revuen, Tanzcafés und schicke Geschäfte zogen Touristen aus aller Welt an. In diese Zeit fiel auch die Eröffnung der Avus als erste dt. Autorennstrecke (1921), die Eröffnung des Berliner Funkturms (1926) sowie der Bau des Olympiastadions 1936.

Der Nationalsozialismus zerstörte vieles, vor allem durch die Vertreibung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung. Charlottenburg und Wilmersdorf waren seit den 20er Jahren des 20sten Jahrhunderts die beiden Bezirke mit dem höchsten Anteil jüdischer Bevölkerung. Viele Juden hatten als Unternehmer, Künstler, Intellektuelle, Schriftsteller und Mäzene einen großen Anteil an der internationalen Ausstrahlung des Berliner Westens. Nachdem die inneren Grundlagen dieser Erfolgsgeschichte zerstört waren, wurde im Zweiten Weltkrieg auch äußerlich sichtbar viel wertvolle Bausubstanz vernichtet. Als Mahnmal gegen den Krieg zeugt der Ruinenturm der Gedächtniskirche.

Charlottenburg-Wilmersdorf umfasst das westliche Stadtzentrum Berlins und bietet mit dem Kurfürstendamm, der Gedächtniskirche, dem Olympiastadion, der Deutschen Oper, der Technischen Universität und nicht zuletzt mit dem Schloss Charlottenburg (1695 erbaut) einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Berlin.

Mitten durch Charlottenburg-Wilmersdorf verläuft der Kurfürstendamm. Mithin beherbergt der Berliner Stadtbezirk die City-West – eine der Hauptgeschäftszentren der Hauptstadt. Die Gedächtniskirche, eines der Wahrzeichen Berlins, ragt hier empor. Schloss Charlottenburg mit seinem barocken Schlossgarten lockt Touristen, dient zudem den Berlinern selbst als erholsame grüne Oase. Die Technische Universität Berlins mit knapp 28.000 Studierenden liegt in Charlottenburg-Wilmersdorf, ebenfalls das Olympiastadion, in dem unter anderem das Finale des DFB-Pokals ausgetragen wird. An der Deutschen Oper wird speziell das große Repertoire des 19. Jahrhunderts gepflegt. Die Schaubühne am Kurfürstendamm steht für kritisch-analytische Inszenierungen. Neben den bevölkerungsreichen City-Bezirken gehört zu Charlottenburg-Wilmersdorf auch der ruhigere Grunewald. Dabei gibt es den Stadtteil erst seit 2001, damals wurden Charlottenburg und Wilmersdorf zu einem Bezirk zusammengelegt.

Partner-Stadtbezirk von Berlin seit 1962

Mannheim hat seit 1961 einen Freundschaftsvertrag mit dem Berliner Bezirk Charlottenburg. Dieser wurde 2001 mit dem Bezirk Wilmersdorf zusammengeschlossen. Mit zusammen rd. 315.000 Einwohnern entspricht der neue Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf ungefähr der Größe Mannheims.

Links
Offizielle Seite des Stadtbezirks BERLIN-CHARLOTTENBURG-WILMERSDORF
BERLIN-CHARLOTTENBURG-WILMERSDORF auf der Seite der Stadt MANNHEIM

 

Schloss Charlottenburg
Schloss Charlottenburg in Berlin, Aufnahme vom 13.3.2007, © Bezirksamt Berlin-Charlottenburg, KHMM
Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche
Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche in Berlin, Aufnahme vom 4.11.2006, © Bezirksamt Berlin-Charlottenburg, KHMM
Bahnhof Zoo
Bahnhof Zoo in Berlin-Charlottenburg, Aufnahme vom 28.4.2006, © Bezirksamt Berlin-Charlottenburg, KHMM
Charlottenburger Tor mit Kandelaber
Charlottenburger Tor mit Kandelaber, Aufnahme vom 24.7.2013, © Bezirksamt Berlin-Charlottenburg, KHMM
Blick vom Glockenturm auf das Olympiastadion
Blick vom Glockenturm auf das Olympiastadion, Aufnahme vom 16.5.2012, © Bezirksamt Berlin-Charlottenburg, KHMM
Universität der Künste, Hauptgebäude
Universität der Künste in Berlin, Hauptgebäude, Aufnahme vom 8.8.2011, © Bezirksamt Berlin-Charlottenburg, KHMM
Grunewaldturm
Grunewaldturm in Berlin, Aufnahme vom 10.7.2012, © Bezirksamt Berlin-Charlottenburg, KHMM

Deutsche Oper
Deutsche Oper Berlin, Aufnahme vom 13.9.2006, © Bezirksamt Berlin-Charlottenburg, KHMM